Kirchenmusik in der Christuskirche Schulau
Samstag, 26. Juni 2010, 1700 Uhr
Chormusik zur Sommerzeit
Geistliche und weltliche Chorlieder, Motetten und Madrigale
von O. di Lasso, J.S. Bach, F. Mendelssohn u.a.
es singt
das Vocalensemble der Christuskirche Schulau
Leitung: Hans-Bernhard Gericke
Eintritt frei
Besondere Musik im Gottesdienst:
Sonntag, 27. Juni 1000 Uhr
Jürgen Strehl
mit plattdeutschen Kirchenliedern
Sonntag, 4. Juli 1000 Uhr
Bläserkreis der Christuskirche
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Das "Wedel-Schulauer Tageblatt" schrieb:
Für die Sänger und Musiker gab es am Ende tosenden Applaus. Pawelko
Souveräner Spiritus Rector des opulent besetzten Sängerfestes: Kantor Hans-Bernhard Gericke. Er brachte das Kunststück fertig, Dutzende von Sängern und Musikern im Gleichklang schwingen zu lassen, satte 180 Minuten lang - unterbrochen nur von einer kurzen Verschnaufpause. Die geballte Stimmkraft ließ den Zuhörern ein ums andere Mal eine Gänsehaut über den Rücken laufen - etwa gleich beim ersten Einsatz "Hilf Herr!" oder dem blutdürstigen "Er muss sterben" eines entfesselten alttestamentarischen Lynchmobs im zweiten Teil.
Lautmalerisch perfekt komponiert
Und ganz besonders beim Höhepunkt einer kontrastreichen Handlung voll Hungersnot, blutiger Racheszenen und trostreicher Hoffnungssequenzen: Elias trifft Gott persönlich in der Wüste. So perfekt lautmalerisch komponierte Mendelssohn Bartholdy diese übernatürliche Begegnung (und so dynamisch spielten und sangen die Akteure), dass Sturm, Erdbeben und Feuersbrunst mitten im Kirchenschiff stattzufinden schienen. Außerdem bildeten die geschulten Amateure die perfekte Klangkulisse für die starken Solisten, allen voran Bass Konstantin Heintel in der Titelrolle.
Aber auch die vier Solisten aus den Reihen der Chorsänger - Claudia Kallauch, Petra Müller, Kevin Rachor und Klaus Fliegel - schlugen sich wacker. Besonders eindrucksvoll bewiesen sie ihr hohes Niveau beim bezaubernden Doppelchor der Engel ("Denn er hat seinen Engeln befohlen") gemeinsam mit den vier Profis Kirsten Evers, Jasmin Ürer, Fridtjof Schultz-Falke und eben Bass Heintel.
Immer auf dem Punkt exakt bei der Sache: das Orchester. Von der dramatisch drohenden Pauke bis zu arkadisch-zarten Flötenseufzern beherrschten die Musiker ihren Part bis in die sauber gestimmten Schlussakkorde.
Wer den Ohrenschmaus verpasst hat oder einfach nicht genug von Mendelssohn Bartholdys Spätwerk bekommen kann, muss sich Sonnabend, 12. Juni, im Kalender notieren. Dann führen Kantorei und Orchester Rissen unterstützt von Mitgliedern der Hamburger Philharmoniker und mit so prominenten Solisten wie Franz Grundheber den "Elias" noch einmal in der Johanneskirche Rissen auf. Los geht’s um 18 Uhr. Karten zu je sieben bis 24 Euro gibt es im Buchhaus Steyer sowie in der Buchhandlung Kötz und Buchenau.
Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion